Klaipeda (Memel)

12 km von Klaipeda entfernt finden wir einen guten CP, von dem aus ein Veloweg nach Klaipeda führt. Die CP-Besitzer sind wohl anderweitig beschäftigt und haben einen Hinweis für die Camper angebracht. Sie rechnen mit der Ehrlichkeit der Leute!

Wir bezahlen und probieren den Veloweg gleich aus. Der Weg geht durch den Wald auf einem bequemen Asphaltbelag. Das Zentrum ist für uns nicht so einfach zu finden, bekommen aber Auskunft und dann klappt es.

Der alte Dreimaster „Meridianas“, einst ein finnisches Segelschulschiff, heute ein Restaurant.

Imposant ist „Arka“ („Der Bogen“), die kleine Säule aus rotem Granit symbolisiert Kleinlitauen, die Granitsäule Grosslitauen und die Abbruchkante oberhalb der roten Säule symbolisiert das Königsberger Gebiet, das jetzt zu Russland gehört. Am oberen Teil des Denkmals ist ein Spruch eingemeisselt: „Wir sind ein Volk, ein Land, ein Litauen“.

Am nächsten Tag, es ist ein regnerischer Sonntag, fahren wir mit dem Bus nach Klaipeda. Das Schild an der Bushaltestelle, an der sich auch eine Bücherbox befindet, gefällt mir:

Wir gehen erst zum Theaterplatz. In diesem Theater hat Richard Wagner die Königsberger Symphoniker dirigiert als er sich auf der Flucht vor seinen Gläubigern befand. Vor dem Theater befindet sich der Dachbrunnen. Mit der bronzenen Figur von Ännchen von Tharau. Der Barockdichter Dach hat seiner geliebten Anna Neander, die einen anderen geheiratetet hat, sein heute berühmtes Gedicht gewidmet.

Ännchen von Tharau ist’s die mir gefällt,
Sie ist mein Leben, mein Gut und mein Geld.
Ännchen von Tharau hat wieder ihr Herz
Auf mich gerichtet, in Lieb und in Schmerz
Ännchen von Tharau, mein Reichtum, mein Gut,
Du meine Seele, mein Fleisch und mein Blut.

Keine Angst: ich schreibe die 17 Strophen hier nicht hin 😊

Wir gehen in den Skulpturenpark, mehr als 100 Skulpturen sind hier, auf dem ehemaligen Friedhof, zu sehen.

Eine der berühmtesten Skulpturen von Klaipeda ist der Schornsteinfeger, der aus dem Dach eines Hauses an der Dane sitzt.

Der Schornsteinfeger

Wenn man den Knopf eines Schornsteinfegers anfasst, bringt das Glück. Der Knopf dieses Schornsteinfegers befindet sich am Haus.

Nicht gefunden habe ich das Goldene Mäuschen. Wenn man dem Mäuschen einen Wunsch ins Ohr flüstert, geht er in Erfüllung.

Einen Wunsch hätte ich schon gehabt.

5 Kommentare Gib deinen ab

  1. Chris sagt:

    Der Skulpturen Park erinnert mich an Oslo Vigelandspark. Heute Bericht mal mit Gedicht…..reimt sich sogar.👍😁

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  2. Gisela Bischoff sagt:

    Du Liebe, schon wieder sooo viel erlebt, aber warum singst Du nicht das Ännchen von Tharau, das wär’s doch!
    (Späßle)
    Gut, wenn Dir Dein Wunsch erhalten bleibt, dann lebst Du!!!

    Gefällt 1 Person

  3. Hallo, meine Mama ist im „Königsberger Gebiet“, in Buttenhagen inder Elchniederung geboren. Kann man heute diese Russische Exklave besuchen? Habt Ihr das versucht? Lieben Gruß Rena

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  4. Silverli sagt:

    Liebe Rena, wir hatten kein Visum für die russische Enklave, wir sind drum rum gefahren. Man braucht ein Visum für die Einreise.

    https://germania.diplo.de/ru-de/service/11-InformationenfuerTouristen/-/2216046

    LG ❤️ Vom Silverli

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  5. Vielen, vielen Dank. Als ich im Frühjahr bei meiner Tante war, da gab es diese Möglichkeit noch nicht. Jetzt aber. Brandneu. Super. Dann kann ich kommendes Jahr nach meinen Wurzel suchen. Von Herzen Dank. Rena

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