Kurische Nehrung

Beim Bezahlen kommen wir in Jurbarkas lange nicht vom Platz, weil uns der Besitzer sehr viel über die litauische Sprache erzählt. All die Informationen kann ich nicht wiedergeben. Das Litauische ist dem Lateinischen, dem Altgriechischem und dem Sanskrit ähnlich. Es gibt keine Artikel, männlich oder weiblich erkennt man an den Endungen der Substantive. Und für das englische Wort „break“ gäbe es 60 litauische Wörter erzählt er uns.

Wir halten noch bei einem der ältesten profanen Bauten Litauens

und fahren an der Memel entlang durch eine ebene und waldreiche Landschaft.

Venté haben wir als Ziel zum Übernachten gewählt, weil von dem Campingplatz auch ein Schiff zur Kurischen Nehrung fährt. Als wir uns auf dem Platz einrichten, gibt es ein grosses Hallo und ein freudiges Wiedersehen !!! Wir stehen direkt neben dem Paar, mit dem wir zwei Abende zuvor am Lagerfeuer gesessen und uns so gut unterhalten haben. Sie berichten uns auch, dass das Schiff nicht mehr zur Nehrung fährt.

Diese schlechte Nachricht wird nach einem wunderschönen Sonnenuntergang korrigiert. Eine Reisegruppe hat das Schiff gebucht und wir können mitfahren.

Am Horizont liegt die Kurische Nehrung

Um 10 Uhr am nächsten Tag fahren wir bei heftigem Seegang nach Nidda.

Wir haben unsere Velos dabei, aber viel Zeit, die Nehrung zu erkunden, haben wir nicht. Zuerst machen wir uns auf die Suche ein Geschäft zu finden, in dem Kurische Wimpel verkauft werden. So einen Wimpel hätte ich gern in unserem Garten daheim. Auskunft bekommen wir trotz Nachfragen an etlichen Stellen nicht, aber das Glück ist auf unserer Seite und wir können in einem Geschäft aus einer grossen Auswahl einen Wimpel kaufen. Eine kurze Velotour, Essen gehen und schon geht es um 15 Uhr bei ruhiger See wieder zurück.

Ein Kurischer Wimpel, der Auskunft über den Besitzer gibt

Das Thomas Mann Haus

Kormorane und Möwen auf dem Haff

Eine Wanderdüne. Weiter links beginnt schon die russische Grenze.

Die Riesin Neringa, die die Nehrung aufgeschüttet hat

Nach unserer Rückkehr machen wir noch eine kurze Velotour zum Leuchtturm, an dem sich auch eine Vogelberingungsstation befindet. Leider werden grad keine Vögel beringt.

Ein kleiner Shop liegt am Weg. Wir gehen rein. Vielleicht gibt es ja etwas Gutes zu kaufen. Neben viel Wodka und wenigen Lebensmitteln entdecken wir an der Fischtheke einen geräucherten Fisch, der sehr appetitlich aussieht. Er ist und zu gross und wir möchten nur die Hälfte kaufen. Aber das macht die Dame nicht. Also kaufen wir den ganzen. Er wiegt mehr als ein Kilo, viel zu viel für uns beide. Wir haben die Hoffnung, dass unsere netten Nachbarn uns dabei helfen. Sie haben auf unsere Frage begeistert zugesagt. Der Fisch war sehr köstlich, sie brachten das „Verriesserli“ und wir hatten einen lustigen Abend.

Wenn ich jetzt wüsste wie der Fisch heisst????

2 Kommentare Gib deinen ab

  1. Chris sagt:

    Das ist ja ein traumhafter Sonnenuntergang! Und dieser Kurischer Wimpel würde mir auch gefallen, Schöne Reise weiterhin.

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  2. Gisela Bischoff sagt:

    Eure baltische Zeit ist ja vollgepackt mit seeehr schönen Erlebnissen und dann das Wetter dazu….. weiter so!

    Gefällt 1 Person

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