Im Schneckentempo an der bretonischen Küste entlang

Seit über drei Wochen ist heute der erste Regentag. Bummeln und Zeit über unsere gemütliche Tour an der bretonischen Küste zu schreiben. Seitdem wir in Roscoff waren sind wir nur ca. 70 km weitergezogen.

Nach Roscoff übernachten wir in Saint Pol de Léon in der Nähe vom Strand

und sehen uns am nächsten Morgen im Ort die Chapelle Notre-Dame du Kreisker aus dem 14. – 15. Jh. an. Sie hat den höchsten Turm der Bretagne, und wurde Vorbild für viele andere Kirchtürme. Er ist 78 m hoch, der Wind pfeift durch die vielen offenen Fenster und bietet ihm keine Angriffsfläche.

Sehr beeindruckt hat uns der Brunnen vor der Kapelle.

Er wurde 1920 aus 20 km Entfernung auf einer Karre mit 43 Pferden an diesen Ort gezogen. Der Transport hat 21 Monate gedauert. Da sind die Räder sicher heiss gelaufen.

Unser heutiges Ziel ist Plougasnou. Unterwegs stoppen wir, um die Artischockenfelder, die man hier überall sieht, und ein altes Schiffswrack zu fotografieren.

Wieviele Stürme mag das Schiff wohl schon erlebt haben?

Wir finden einen schönen Campingplatz am Pointe de Primel, den wir umrunden und dort einen einsamen Menhir vorfinden.

Da würde ich mich gern in die Zeit zurückversetzen lassen, um bei Transport und Aufrichtung des Steins zuzusehen.

Wir gehen den sehr schönen Küstenpfad entlang nach Plougasnou. Pflücken unterwegs Brombeeren, freuen uns an dem Anblick des Atlantiks und der vielen Cyclamen, die am Weg wachsen.

Am nächsten Vormittag ist in Plougasnou Markt. Diesmal fahren wir mit dem Velo und müssen in dieser bergigen Landschaft recht strampeln, um bergauf zu kommen.

Von der Riesenpfanne lassen wir uns zwei Portionen einpacken und wählen noch eine Schale Hachis Parmentier. Beides hat sehr gut geschmeckt. Auf die Austern haben wir verzichtet.

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Weiter geht es nach Pleumeur-Bodou, geniessen dort die felsige Küstenlandschaft und erforschen die Umgebung.

Diese vielen Steinmännchen!!!! Werk eines Einzelnen?????

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Die Côte Granit Rose interessiert uns sehr. Als Standort wählen wir einen CP in Perros-Guirec. Vorher halten wir zum Einkaufen in Trégastel.

Es gibt sie noch: die legendären Enten!!!!

„Ceci n‘est pas une voiture… c‘est un art de vivre.“ Steht auf der Rückseite der Ente.

Einkaufen: Das ist bei uns eine langwierige Angelegenheit!!! Bis wir in diesen Riesensupermärkten alles gesehen haben …. das dauert!!!!

Aber wir entdecken am Fischstand Lieu Jaune. Das ist der Fisch, den Kommissar Dupin so gerne isst. Ich lese grad „Bretonische Flut“ und bin deshalb auf diesen Fisch aufmerksam geworden. Schon haben wir ein Nachtessen und ich muss sagen: er ist köstlich!!!

Am Morgen wandern wir den Zöllnerpfad (Sentier des Douaniers) und sind total begeistert von der Schönheit der Küste und den Farben von Himmel und Meer. Ich habe gar nicht genug Worte, um das zu beschreiben, nachdem ich „Bretonische Flut“ lese. Er beschreibt es mit sovielen Nuancen…. einfach wunderbar!!!

Aber der Krimi ist sehr langatmig !

6 Kommentare Gib deinen ab

  1. Chris sagt:

    Ja, die Bretagne hat schon was. Alles schön. Beim Einkauf habt ihr die Austern vergessen☹️☹️🙋‍♂️🇩🇪🇫🇷😘

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    1. Silverli sagt:

      Wir mögen keine lebenden Tiere essen.

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  2. Therese & Hans sagt:

    Schöne Bilder / wenn man gerne Kocht kann man in den Supermärkten und auf den Märkten verweilen. Gell Helga.

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    1. Silverli sagt:

      Stundenlang, liebe Therese

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  3. Gisela sagt:

    Deine Berichte sind sehr sehr schön!
    Man möchte sofort starten! Danke!

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    1. Silverli sagt:

      Danke, liebe Gisela

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